
Die NLA-Mannschaft des STV Oberentfelden-Amsteg bleibt auch nach dem zweiten Spieltag ungeschlagen. Die Oberentfelderinnen gewannen gleich drei Mal und führen die Tabelle der höchsten Schweizer Spielklasse souverän an. Bild: Angreiferin Christine Meran und ihre Kolleginnen reiten weiterhin auf der Erfolgswelle. (Bildquelle: Fabio Baranzini)
(fba) Embrach, Diepoldsau und Hochdorf. So hiessen die drei Gegner, die der ersten Frauenmannschaft des STV Oberentfelden-Amsteg am zweiten Spieltag in der Nationalliga A als erstes Team ein Bein stellen wollten. Dies nachdem die Oberentfelderinnen in der ersten Runde zwei Mal gewinnen konnten. Benjamin Marti-Suter, der Trainer des STV Oberentfelden-Amsteg, hatte dagegen ganz andere Pläne. Er forderte von seinen Spielerinnen drei Siege und damit sechs weitere Zähler für das Punktekonto seiner Mannschaft.
Mit dieser Vorgabe im Hinterkopf stieg der STV Oberentfelden-Amsteg ins erste Duell gegen Embrach. Ein Duell, das der Favorit souverän gewinnen konnte. 11:6, 11:8, 11:5 lautete das Ergebnis am Ende. Ganz zufrieden war Trainer Marti-Suter aber trotzdem nicht. „Wir haben über weite Strecken gut gespielt, aber es hatte noch einige Ungenauigkeiten drin. Gerade in Spielen gegen schwächere Teams müssen wir noch konsequenter und mit noch mehr Professionalität ans Werk gehen, weil wir ansonsten den Gegner ins Spiel kommen lassen.“Angreiferin Christine
Starke Reaktion
Und genau das passierte zu Beginn des zweiten Spiels. Gegen Diepoldsau verlor der STVOA den ersten Satz mit 9:11. Doch davon liess sich die Mannschaft nicht verunsichern. Im Gegenteil. „Wir konnten sehr schnell reagieren und den Schalter umlegen“, freute sich Marti-Suter. Die Sätze zwei und drei gingen mit 11:3 und 11:5 überlegen an die Oberentfelderinnen. „In dieser Phase hat man gesehen, dass wir kompletter sind und variantenreicher spielen können als der Gegner“, so Marti-Suter. Auch den vierten Durchgang konnte die aargauisch-urnerische Spielgemeinschaft für sich entscheiden und gewann damit die Partie mit 3:1 Sätzen.
Internationale Bewährungsprobe
Das abschliessende Kräftemessen mit Hochdorf war dann eine einseitige Angelegenheit. Die Oberentfelderinnen liessen überhaupt nichts anbrennen und siegten mit 11:4, 11:3, 11:8. „Das war das klarste Match des Tages und die Spielerinnen haben meine Vorgaben wirklich sehr gut umgesetzt“, lobte Marti-Suter seine Schützlinge. Dank dem fünften Meisterschaftssieg im ebenso vielten Spiel der laufenden Hallensaison steht der STV Oberentfelden-Amsteg alleine an der Tabellenspitze und hat gute Chancen, die Qualifikationsphase zu gewinnen.
Bevor jedoch in der Meisterschaft die abschliessenden Qualifikationsspiele gegen Rickenbach-Wilen und Neuendorf anstehen, wartet auf die Oberentfelderinnen ein erstes Saisonhighlight: Als amtierender Hallen Schweizermeister darf das Team von Benjamin Marti-Suter die Schweiz Mitte Januar am Europapokal-Turnier – dem „European Champions Cup Indoor“ – vertreten. In den Duellen mit dem österreichischen Meister Arnreit, dem deutschen Landesmeister vom Alhorner Sportverein und dem Titelverteidiger aus Dennach wird sich zeigen, ob die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg auch gegen die internationale Konkurrenz so brillieren können, wie sie das derzeit in der heimischen Meisterschaft tun.

Fünf Spiele, fünf Siege: Sabrina Siegenthaler und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg führen die Tabelle in der Nationalliga A souverän an. (Bildquelle: Fabio Baranzini)
